28.11.2013

Energetische Modernisierung lohnt sich

In den meisten Haushalten ist das Thema Energieeinsparung längst angekommen. Energiesparlampen sind weit verbreitet, beim Kauf von Elektrogeräten wird auf Stromeinsparung geachtet. Bei vielen dieser Energiesparbemühungen von Hausbesitzern bleibt der wesentlichste Faktor meist außen vor: Das Gebäude selbst, vor allem wenn es älter als 20 Jahre ist. Insbesondere bei älteren Häusern dringt viel Wärme durch die Gebäudehülle, also durch Dach und Außenwände. Nach Untersuchungen der deutschen Energieagentur (Dena) lassen sich an der Gebäudehülle bis zu 80 % des Energiebedarfs eines Einfamilienhauses einsparen. Am effektivsten sind diese Einsparungen im Bereich der Wärmedämmung, allein hier kann bis zu 50 % des Energiebedarfs eingespart werden. Eingespart wird bei einer zeitgemäßen Wärmedämmung.

Energiebilanz ausrechnen

Wenn Hausmodernisierungen notwendig werden, ist es höchste Zeit, sich mit seiner Energiebilanz auseinander zu setzen und Maßnahmen zur Wärmedämmung und damit zur Energieeinsparung einzubringen. Das Sparpotenzial ist erstaunlich hoch und vervielfältigt sich mit jeder weiteren Heizperiode. Bei der Modernisierung empfiehlt es sich in der Regel, in einer bestimmten Reihenfolge vorzugehen. Da durch die Wände die meiste Wärme verloren geht, lässt sich durch den Einsatz einer langlebigen, vorgehängten hinterlüfteten Fassade auch am meisten sparen. Parallel dazu sollte auch das Dachgeschoss bzw. die oberste Geschossdecke entsprechend gedämmt werden. Nur wenn die Gebäudehülle bereits gut gedämmt ist, macht sich auch eine moderne Heizanlage wirklich bezahlt, da sie sich dann bestmöglich bemessen lässt, was zu weiteren Einsparungen führt. Wird die Heizung vor der Gebäudehülle saniert, entweicht die erzeugte Wärme trotzdem noch ungehindert aus dem Gebäude. An die Modernisierung der Fenster sollte ebenfalls gedacht werden. Idealerweise erfolgt sie parallel zur Dämmung der Außenwand.

Eine Lösung für jede Lage

Ulrike Heuberger, die Sprecherin des Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks erläutert: „Die Gebäudehülle ist ein komplexes System mit höchsten bauphysikalischen Anforderungen. Daher empfiehlt es sich, eine Modernisierung nur durch einen Dachdecker-Innungsbetrieb durchführen zu lassen. Eine energetische Sanierung ist kein Do-it-yourself-Projekt. Sie kann nur vom Fachmann ausgeführt werden." So kann sich beispielsweise bei einer falschen Anordnung der Funktionsschichten unbemerkt Kondenswasser bilden. Der in der Folge auftretende Schimmelbefall am Gebäude ist meist erst dann zu erkennen, wenn größere Gebäudeteile befallen sind, die dann aufwendig und teuer saniert werden müssen. Heuberger erklärt: „Eine wirksame und fachgerechte Wärmedämmung an Dach und Fassade ist bei einem Dachdecker-Innungsbetrieb in den besten Händen. Innungsbetriebe können die vorhandenen und neuen Funktionsschichten fachgerecht aufeinander abstimmen und beachten alle bauphysikalischen Zusammenhänge. Sie arbeiten immer nach den anerkannten Regeln der Technik und sind Ansprechpartner für intelligente und energetische Modernisierungen. Adressen von Innungsbetrieben sind über die örtliche Dachdecker-Innung zu erhalten."

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Eine gute Nachricht: Mehr Jugendliche starten wieder eine Ausbildung im Dachdeckerhandwerk und zwar genau 7,07 Prozent mehr als im Vorjahr! Insgesamt lernen derzeit rund 7000 junge Leute den Dachdeckerberuf.

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Wir haben zwei Dachdecker-Botschafter, die für uns auf über die Dachdecker-Fachmesse Messe DACH+HOLZ berichten werden: Charlyne Shabani (20) und Leon Hain (15) machen Fotos, interviewen Aussteller und Besucher und berichten in kurzen Clips über Themen, die spannend finden.

Dirk Bollwerk ist neuer ZVDH-Präsident // Michael Zimmermann ist neuer ZVDH-Vizepräsident 


Neues vom ZVDH: Der DachCheck ist online! Eine Unterstützung für Dachdeckerbetriebe, um Kunden zu binden und neue zu finden.

 


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