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Handwerk macht Schule

Redaktion: Detail

Alles Wissenswerte zum Betriebspraktikum

Alles Wissenswerte zum Betriebspraktikum

Praktika sind nachweislich eines der wirksamsten Instrumente zur beruflichen Orientierung: 61% der Unternehmen gewinnen ihre Auszubildende über Praktika, und auch im Dachdeckerhandwerk ist das Praktikum für viele Schüler und Schülerinnen ein wichtiger Einstieg in den Beruf. Einen Überblick mit Informationen zum rechtlichen Rahmen, zu Haftungs- und Versicherungsfragen, zur Vergütung sowie zur Vertragsgestaltung und Kündigung bieten die Website https://praktika-berufsorientierung.de/ sowie ein Infoblatt, entstanden als eine Gemeinschaftsaktion der Bundesagentur für Arbeit und SCHULEWIRTSCHAFT.

Praktikum ist nicht gleich Praktikum

Je nach Art des Praktikums gelten ganz unterschiedliche Regelungen. Neben den klassischen Schülerbetriebspraktika rücken weitere Zielgruppen in den Fokus: Freiwillige oder geförderte Praktika nach Verlassen der Schule, Einstiegsqualifizierungen, digitale Praktika oder auch Unternehmenspraktika für Lehrkräfte.

Klassiker: Schülerbetriebspraktikum

Das Schülerbetriebspraktikum ermöglicht Schülerinnen und Schülern Einblicke in das Unternehmen und seine Berufsbilder. Perspektivisch steht die Übernahme in eine Ausbildung oder ein duales Studium im Fokus. Schülerbetriebspraktika sind ein fester Bestandteil der Beruflichen Orientierung an Schulen. Der direkte Kontakt zu Auszubildenden und erfahrenen Fachleuten vermittelt wertvolle berufliche Eindrücke aus erster Hand.

Berufsorientierungspraktikum

Das Berufsorientierungspraktikum liefert ebenfalls Einblick ins Unternehmen und vermittelt die dort ausgebildeten Berufsbilder. Hier steht das Festigen oder Treffen der Berufswahl oder die Übernahme in eine Ausbildung im Fokus. Das „Berufsorientierungspraktikum“ wird erstmals mit dem neuen Gesetz zur Stärkung der Aus- und Weiterbildungsförderung implementiert. Es bietet jungen Menschen, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben und keine Schule mehr besuchen, die Möglichkeit, ein gefördertes Orientierungspraktikum im Unternehmen zu absolvieren, sofern sie bei der Bundesagentur für Arbeit ausbildungssuchend gemeldet sind.

Freiwilliges Praktikum

Die Ziele, die junge Menschen bei einem freiwilligen Praktikum verfolgen, sind vielfältig: berufliche Orientierung, aber auch das Sammeln erster Praxiserfahrungen, die persönliche Weiterentwicklung, der Erwerb von Kompetenzen oder das Knüpfen von Kontakten. Aus Unternehmenssicht bieten freiwillige Praktika hohes Potenzial, um Auszubildende oder dual Studierende zu gewinnen.

Einstiegsqualifizierung

Eine Einstiegsqualifizierung („EQ“) ist ein sozialversicherungspflichtiges betriebliches Langzeitpraktikum zur Vorbereitung auf eine Ausbildung. Eine Übernahme in eine Ausbildung sollte angestrebt werden. Die EQ dient der Vermittlung von Grundlagen für den Erwerb beruflicher Handlungsfähigkeit und orientiert sich an den Inhalten anerkannter Ausbildungsberufe.

Digitales Praktikum

Eine Ergänzung zu klassischen Praktika in Präsenz können digitale Praktika sein. Diese Form hat sich während der Corona-Pandemie etabliert. Dabei kann die Umsetzung vollkommen individuell ausgestaltet werden: vom virtuellen Betriebsrundgang über die Ausstattung der Azubis mit Action-Cams bis hin interaktiven Arbeitsaufträgen.

Praktikum für Lehrkräfte

Lehrerinnen und Lehrer können zu wichtigen Multiplikatoren werden, wenn sie Erfahrungen im Praxisalltag eines Handwerksbetriebs sammeln können. Danach können Lehrkräfte viel besser bei der beruflichen Orientierung unterstützen.

 

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