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Redaktion: Detail

Fakten zur Holzkrise

Fakten zur Holzkrise

Die dramatische Entwicklung der Preise und Lieferengpässe für Holz und mittlerweile auch für viele andere Baustoffe ist in den Medien angekommen. Durch viele verschiedene Presse-Aktionen der Landesverbände und des ZVDH wurde das Thema in den Baufachzeitschriften, aber auch in der regionalen und überregionalen Presse aufgegriffen. Selbst die Tagesthemen und das Morgenmagazin berichteten über das Holzdrama. Und nicht nur in der BILD-Zeitung kamen Dachdeckerbetriebe zu Wort.

Politische Einflussnahme
Um die Politik zu sensibilisieren, hat der ZVDH die zuständigen Bundesminister Altmaier und Seehofer angeschrieben, um auf die kritische Situation für das Dachdecker-Handwerk hinzuweisen. Da aber zudem viele andere Gewerke betroffen sind, hat auch die Bundesvereinigung Bauwirtschaft (BVB) ein Forderungspapier mit konkreten Maßnahmen an die Bundesregierung gerichtet. Parallel dazu wird der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) dieses Thema nächste Woche in einer Gesprächsrunde mit der Bundeskanzlerin ansprechen. Weiterhin steht der ZVDH im engen und regelmäßigen Austausch mit der Bedachungsindustrie und dem Fachgroßhandel, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Begleitende Maßnahmen sind Umfragen zur Preisentwicklung verschiedener Holzbaustoffe unter Dachdecker-Innungsbetrieben und Handel, um belastbares Zahlenmaterial zu erhalten.

Reden hilft: Runde Tische
Auf die Initiative einiger Landesinnungsverbände finden bereits erste „Runde Tische“ zum Thema Holz und Dämmstoffe statt, um gemeinsam mit den Betroffenen (u. a. Waldbesitzer, Sägeindustrie, Holzhandel und Handwerk) unter Moderation von Landes- oder Kommunalpolitikern regionale Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Erste Ergebnisse zeigen, dass die Idee der Runden Tische gut ankommt und zielführend scheint. Der ZVDH unterstützt dabei: So gibt es aktuell ein Faktenblatt zum Thema Holz, das die sehr komplexe Marktsituation in diesem Bereich zusammenfasst und mit Zahlen belegt. Abrufbar ist das Faktenblatt hier:
ZVDH-Faktenblatt Holz.

Ursachen des Preisanstiegs
Es gibt nicht nur eine, sondern ganz viele verschiedene Ursachen, die zu den Preisexplosionen und Lieferengpässen geführt haben. Hier nur einige davon aufgeführt:

  1. Hohe Nachfrage nach Holz, vor allem aus Nordamerika.
  2. Starker Wintereinbruch in den USA-> weniger Holzeinschlag.
  3. Pandemiebedingtes Schließen einiger US-amerikanischer Sägewerke -> Rückgang in der Holzverarbeitung.
  4. Große Vernichtung von Kanadas Fichtenwälder durch Schädlinge-> Ausfall eines großen Holzlieferanten.
  5. Weltweiter Bauboom, Vorantreiben von Renovierungsprojekten
  6. Gestiegene inländische Holznachfrage durch hohe Bautätigkeit, niedrige Zinsen, attraktive Fördermittel, Forcieren des Bauens mit Holz (nachhaltiger Baustoff).

Einige Fakten zur Holzkrise
Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Produktion von Holzerzeugnissen im Februar mit einem Plus von mehr als 11 % nochmal deutlich gestiegen ist, der Export mit einer Steigerung von 0,7 % jedoch nahezu unverändert auf Vorjahresniveau blieb. Der weitaus größte Anteil der Holzprodukte aus Nadelholz – mehr als 60 % – wird in Deutschland verwendet. Insgesamt hatte die Nadelschnittholzproduktion 2020 in Deutschland mit über 25 Millionen m3 einen neuen Rekord erreicht. Begrenzungen in der Schadholzaufarbeitung entstehen u.a. wegen unzureichender Möglichkeiten bei Lagerung, Transport und Logistik.

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