Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e. V.
- ZVDH und ZVEH beschließen Kooperation bei Installation von PV-Anlagen-

 Gemeinsam die Energiewende voranbringen

Redaktion: Detail

Asbest: BG BAU bietet neue Förderprämie für das Bauen im Bestand

Asbest: BG BAU bietet neue Förderprämie für das Bauen im Bestand

Asbest befindet sich nach wie vor in zahlreichen Gebäuden – die vielmals jetzt und in den kommenden Jahren zur Sanierung anstehen. Solange der Stoff verbaut ist, besteht in der Regel keine Gefahr. Doch bei Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten können Asbeststäube aus Fliesenklebern, Spachtelmassen, Putzen, Estrich und vielem mehr eingeatmet werden. Für Dachdeckerbetriebe findet sich Asbest zudem in Form von Faserzement in Platten oder Wellplatten, aber auch in Bitumenabdichtungen.

Neue E-Learning Plattform

Wie asbesthaltige Produkte erkannt werden, wo Asbest enthalten sein kann und wie sich Beschäftigte vor den damit zusammenhängenden Gesundheitsgefahren schützen können, vermittelt das neue E-Learning-Programm „Grundkenntnisse Asbest“ der BG BAU. Es richtet sich vor allem an Beschäftigte, die in Bestandsbauten arbeiten. Durch Absolvieren des Moduls lassen sich die Grundkenntnisse Asbest zweifelsfrei nachweisen, wenngleich diese auch in der Ausbildung sowie durch Berufserfahrung erworben werden können. Die Grundkenntnisse Asbest werden künftig die Basis für die geplanten Qualifikationsmodule nach TRGS 519 darstellen.

Wird der Verdacht auf Asbest bestätigt, sind besondere Anforderungen an die Qualifikation und die technische Ausrüstung der tätigen Unternehmen erforderlich. Insbesondere kommt es dann darauf an, möglichst staubarm zu arbeiten. Wo sich Staub nicht vermeiden lässt, muss der Staub abgesaugt und gefiltert werden. „Asbestbelastete Arbeitsbereiche müssen durch Schleusen und Staubschutztüren isoliert werden, damit sich die Fasern nicht in andere Bereiche verteilen können. Und: Die Beschäftigten müssen staubdichte Schutzanzüge und Atemschutzmasken tragen, um keine Asbestfasern einzuatmen“, so Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU. Welche konkreten Schutzmaßnahmen erforderlich sind, wird in Unternehmen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung festgelegt.

Finanzielle Förderung der Schutzmaßnahmen

Für den Schutz vor Staub, insbesondere Asbest, beim Bauen im Bestand bietet die BG BAU eine neue Arbeitsschutzprämie für ihre Mitgliedsunternehmen. Sie fasst Maßnahmen zusammen, die die Belastungen durch Staub, Faserstäube und luftgetragene Gefahrstoffe deutlich reduzieren. Das Schutzpaket umfasst Handmaschinen mit Absaugung, Bau-Entstauber der Staubklasse H, Luftreiniger oder Unterdruckhaltegräte der Staubklasse H, Staubschutztür in faltbarer Ausführung, Einkammer-Personenschleuse in faltbarer Ausführung, Einwegschutzanzüge Kategorie III Typ 5/6 und Atemschutz-Halbmasken mit Filter P3.

Unternehmen, die in diese kombinierten Schutzmaßnahmen investieren, bekommen von der BG BAU einen Kostenzuschuss von 50 Prozent, maximal 5.000 Euro. Nähere Informationen und Antrag: www.bgbau.de/schutzpaket-bauen-im-bestand.

Seitenanfang