Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e. V.
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Tarifverhandlung im Dachdeckerhandwerk

Schlichterspruch erfolgt

Der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hatten sich nach zwei bisher ergebnislos verlaufenen Verhandlungsrunden im Bereich der Lohn- und Gehaltstarifverträge für das Dachdeckerhandwerk für ein Schlichtungsverfahren entschieden. Nach einem 13-stündigen Verhandlungsmarathon hat der als Schlichter bestellte ehemalige NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin am Morgen des 6. November einen Schlichterspruch gefällt. Dieses Ergebnis muss noch von beiden Tarifpartnern angenommen werden, die Erklärungsfrist dafür endet am 23. November 2018.

Schlichtungsergebnis im Überblick

  • Die bisherigen Löhne gelten vom 1. August bis 30. November 2018. unverändert fort, das heißt, es gibt vier Nullmonate. Die Löhne und Gehälter im Dachdeckerhandwerk steigen dann ab dem 1. Dezember 2018 um 2,7 Prozent und ab dem 1. Oktober 2019 um 2,9 Prozent.
  • Die Ausbildungsvergütungen steigen in allen Ausbildungsjahren ab dem 1. Dezember 2018 um monatlich 80 Euro, ab dem 1. September 2019 um monatlich 30 Euro.
  • Mit der April-Abrechnung 2019 erhalten gewerbliche Mitarbeiter in Dachdeckerbetrieben, die zum Zeitpunkt des Tarifabschlusses Mitglied der IG BAU sind, eine Einmalzahlung von 360 Euro.
  • Die Gesamtlaufzeit der Lohn- und Gehaltstarifverträge beträgt 26 Monate, also bis zum 30. September 2020.
  • Weiterhin werden die Erstattungsleistungen durch die Sozialkassen des Dachdeckerhandwerks (SOKA-DACH) an Ausbildungsbetriebe um zwei Monatsvergütungen im ersten Lehrjahr und um zwei Monatsvergütungen im zweiten Lehrjahr erhöht; dies gilt ab dem 1. Januar 2019. Gesenkt wird darüber hinaus der SOKA-Beitrag für die Berufsbildung um 0,3 Prozentpunkte auf 2,0 % der Bruttolohnsumme.
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