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Redaktion: Detail

Vermeidung eines harten Lockdowns – eine Analyse

Vermeidung eines harten Lockdowns – eine Analyse

Es wird derzeit heftig debattiert, ob ein massives Herunterfahren der Wirtschaft – also ein harter Lockdown – zur Senkung der hohen Infektionszahlen notwendig ist. Hiervon wäre auch das Dachdeckerhandwerk massiv betroffen.

BDA spricht sich gegen harten Lockdown aus

Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) hat sich bereits eindeutig gegen eine solch drastische Maßnahme ausgesprochen. Auch führende Wirtschaftsinstitute verweisen darauf, dass eine weitere Destabilisierung der gesamten Wirtschaft zu einem massiven Anstieg von Insolvenzen und auch zu erhöhter Arbeitslosigkeit führen könne. Die Wirtschaftsbereiche, die bis jetzt noch nicht betroffen sind, stabilisieren derzeit die Finanz- und Sozialversicherungssysteme und sichern damit die staatlichen Hilfen für die Wirtschaftsbereiche, die jetzt schon herunterfahren mussten. Auf der anderen Seite stehen unverändert hohe Infektionszahlen, Krankenhäuser, die vor dem Kollaps stehen und die Verbreitung von mutierten Viren, die dem Infektionsverlauf nochmal eine ganz neue Dimension geben.

BG BAU: Positiver Trend beim Thema Hygiene

Von Mitte April bis Ende Dezember 2020 wurden etwa 100.000 Unternehmen mit knapp 400.000 Beschäftigten von Aufsichtspersonen der BG BAU aufgesucht und beraten, um schnell und dauerhaft einen bestmöglichen Arbeits- und Infektionsschutz umzusetzen. Bei schwerwiegenden Verstößen wurde das Weiterarbeiten in den gefährdeten Bereichen so lange untersagt, bis ein sicheres Arbeiten möglich ist. Auch Bußgelder wurden verhängt. Bei der Bewertung der vorgefundenen Hygienesituation stellt die BG BAU jedoch fest, dass sich der Anteil der Baustellen mit gravierenden Mängeln vom Frühjahr 2020 bis zum Ende des Jahres nahezu halbiert hat. Mängel gab es u.a. bei der Ausstattung mit Toiletten, Waschgelegenheiten und deren Reinigung und auch bei der Umsetzung der Maßnahmen zum Infektionsschutz.

Baustellen sind keine Corona-Hotspots

Prof. Frank Werner, stellvertretender Präventionsleiter der BG BAU, erklärte gestern im Pressegespräch auf der digitalen Messe BAU ONLINE, dass die Bauwirtschaft einen wirklichen Kraftakt vollzogen habe, obwohl gerade anfangs Lieferengpässe große Probleme verursacht hätten. Gemeinsam mit den Sozialpartnern der Bauwirtschaft habe man frühzeitig praxistaugliche Lösungen für die Bauwirtschaft entwickelt. Werner weiter: „Mit den Arbeitsschutzstandards für die Bauwirtschaft und für die Gebäudereinigung haben wir als einer der ersten Wirtschaftszweige einen gemeinsamen Maßstab für einen wirksamen Infektionsschutz gesetzt. Die Tatsache, dass die Unternehmen frühzeitig gehandelt, Schutzmaßnahmen ergriffen sowie Arbeitsprozesse angepasst haben, hat dazu geführt, dass wir glücklicherweise keine größeren „Corona-Hotspots“ auf Baustellen zu verzeichnen hatten.“

Statement ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx

„Der ZVDH teilt die Bedenken des BDA voll und ganz und spricht sich entschieden gegen entsprechende Verschärfungspläne aus. Wir sehen im Bereich der Bauwirtschaft keine erhöhte Infektionsgefahr, dies hat die BG gerade nochmal bestätigt. Aber: Es liegt gerade jetzt an uns allen, einen harten Lockdown zu verhindern. Das gilt für die Kollegen auf den Baustellen, die für das Befolgen und Einhalten der Hygieneregeln zuständig sind, das gilt für jeden Mitarbeiter und für jeden als Privatperson. Jeder Besuch, jede Reise, die nicht dringend notwendig ist, muss vermieden werden. Die Lage ist sehr ernst, sie darf nicht hoffnungslos werden. Daher mein dringender Appell an alle: Kontakte reduzieren, die bekannten Regeln einhalten – privat und beruflich. Denn ein wirklich harter Lockdown wäre für das Dachdeckerhandwerk schwer zu verkraften!“

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