Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e. V.
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Bundestagswahl 2021

Die Wahl steht vor der Tür. Wohlstand, Stabilität und Sicherheit spielen für viele Menschen eine entscheidende Rolle. Die Pandemie, aber auch der fortschreitende Klimawandel haben uns allen deutlich vor Augen geführt, wie zerbrechlich Gesellschaften sind. Das sorgt für Zukunftsängste: Wird mein Betrieb weiterhin bestehen? Ist mein Arbeitsplatz sicher? Haben wir genügend Fachkräfte, um die Energiewende zu bauen? Wie sieht unser Land künftig aus? Schaffen wir den Neustart nach der Pandemie – gesellschaftlich, wirtschaftlich und finanziell?

ZVDH-Wahlprüfsteine
Diese Fragen treibt natürlich auch das Dachdeckerhandwerk um. Damit die Stimme unserer Betriebe gehört wird, hat der ZVDH Ideen und Lösungsansätze an die Politik gerichtet, die sich schwerpunktmäßig auf vier Handlungsfelder konzentrieren:

1. Betriebe stärken
2. Klimaschutz und Klimawende umsetzen
3. Rohstoffversorgung sicherstellen
4. Entsorgungswege zukunftsfest machen

Ohne ein starkes Handwerk kann die Klimawende nicht gebaut werden. Daher lauten unsere Forderung an die Politik: Dokumentationspflichten reduzieren, Steuern und Abgabenlast nicht weiter erhöhen, Digitalisierung vorantreiben und Kontrollen bei der Schwarzarbeit verstärken. Gerne steht das Dachdeckerhandwerk bereit, um die gewünschten 400.000 Wohnungen mitzubauen, mehr energetisch zu sanieren, Gründächer anzulegen und Solaranlagen auf die Dächer zu bringen. Aber dazu werden mehr Fachkräfte benötigt, müssen Genehmigungsverfahren vereinfacht werden und ist der Ausbau von Förderlandschaften notwendig. Ein wichtiger Punkt ist dabei: Es muss eine eigenständige Energie-Effizienz-Behörde etabliert werden, angesiedelt im Bundeswirtschaftsministerium. Betriebe berichten immer wieder über lange Wartezeiten bei der Bearbeitung der Förderanträgen. So kann eine Energiewende nicht funktionieren, so erreichen wir nicht die dringend benötigte Erhöhung der Sanierungsquote.

Rohstoffversorgung und Entsorgung
Damit das Dachdeckerhandwerk als Klimabaumeister agieren kann, muss die Versorgung von Rohstoffen für Baumaterialien gewährleistet sein. Bauabfälle müssen sicher und ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand entsorgt werden können, Stichwort: asbesthaltige Bitumenbahnen. Hier dürfen die Mitbauer der Klimawende nicht allein gelassen werden.

„Die Wirtschaftsmacht von nebenan“
Wichtig war uns zudem, die Handwerksbetriebe in den Fokus der Politik zu rücken. Nicht umsonst wird von der „Wirtschaftsmacht von nebenan“ gesprochen. Das Dachdeckerhandwerk machte 2020 einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro und hat über 7.000 junge Menschen ausgebildet. Das ist eine Leistung, auf die man zu Recht stolz sein kann.

Das Wahlrecht nutzen!
Wir brauchen eine Politik, die unsere Betriebe, Beschäftigten und Auszubildenden unterstützt. Es braucht Ideen, um Wohlstand und Beschäftigung langfristig zu sichern, auf der Grundlage unserer sozialen Markwirtschaft, aber auch mit Blick auf die Herausforderungen, die der Klimawandel an uns alle stellt. Wir brauchen einen sicheren Weg aus der Pandemie. Und dazu benötigen wir eine stabile Regierung, die fest verankert ist in demokratischen Strukturen.

Das Wahlrecht ist ein zu hohes Gut, um es ungenutzt zu lassen. Daher unser Appell: Gehen Sie wählen, jeder Stimme zählt und ist wichtig.

 

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