Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks e. V.
- Bundesrat stimmt neuen Infektionsschutzgesetz zu -

 Fragen-/Anwortkatalog des BMAS

Redaktion: Detail

22. Dach-Konvent in Fulda

22. Dach-Konvent in Fulda

Rund 80 Teilnehmer:innen kamen zum nun schon 22. Dach-Konvent nach Fulda. Ganz wichtiges Thema waren die Informationen zur Messe DACH+HOLZ International, die vom 15.-18. Februar 2022 in Köln stattfindet. Aber auch Gründächer, die konjunkturelle Lage des Dachdeckerhandwerks und die Impulse, die das Dachdeckerhandwerk für die Zukunftsthemen - Modernes Fachregelwerk, serielles Bauen, Fachkräftesicherung - geben will, wurden vorgestellt.

ZVDH-Präsident Dirk Bollwerk begrüßte die Teilnehmenden aus der Bedachungsindustrie, die der Einladung des Zentralverbands nach Fulda gefolgt waren. Das Bedürfnis nach Austausch war groß, die Stimmung schon am Vorabend-Event von regen Unterhaltungen geprägt. Bollwerk ging auf die Herausforderungen ein, denen sich das Handwerk ausgesetzt sah: Neben der Coronakrise kamen Anfang des Jahres Materialengpässe und unerwartete Preissteigerungen zum Tragen. Er berichtete über die Anstrengungen der Berufsorganisation, auf politischer Ebene Einfluss zu nehmen und stellte die vier Wahlforderungen des Dachdeckerhandwerks vor: 1. Klimaschutz und Klimawende umsetzen 2. Rohstoffversorgung sicherstellen 3. Entsorgungswege zukunftsfest machen und 4. Betriebe stärken.

Es grünt so grün

Über die Bedeutung von der Kombination „Solar und Dachbegrünung“ informierte Dr. Gunter Mann, Präsident des Bundesverbands GebäudeGrün (BuGG). Er beschrieb die positive Wirkung von begrünten Dächern und zeigte eindrucksvolle Bilder von ganz verschiedenen Formen der Dach- und Fassadenbegrünung. Auch erläuterte er, wie die Kombination von Solar und Gründach am besten gelinge. „Wir sollten das Dach ganzheitlich sehen“, wünscht sich der BuGG-Präsident. Ein wichtiger Treff der Begrünungsbranche ist der Bundeskongress GebäudeGrün im November 2021, der auch vom ZVDH als Partner begleitet wird.

Krise? Welche Krise?

Wie es aus konjunktureller Hinsicht um die Branche steht, erläuterte Felix Fink, beim ZVDH für die Bereiche Wirtschaft und Unternehmensführung zuständig. Die Teilnehmenden erhielten ein wahres Feuerwerk an Zahlen: Auf einen Nenner gebracht: Trotz Corona und Materialknappheit  ist das Bau-/Dachdecker-Handwerk nicht im Krisenmodus, eher im Gegenteil. Als Faktoren machte er u.a. aus: verantwortungsvolles Handeln der Betriebe während der Corona-Pandemie, keine Beschäftigungsverbote am Bau während des Lockdowns, aber auch politische Maßnahmen wie die Umsatzsteuersenkung gaben positive Effekte und führten zur deutlichen Steigerung des Umsatzes. 2020 lag dieser bei rund 11,3 Milliarden Euro, 2019 hatten die Betriebe immerhin schon 10,5 Milliarden Euro eingenommen. Zur Materialkrise merkte Fink an: „Die Betriebe scheinen sich langsam darauf eingestellt zu haben, die Dinge wenden sich zum Besseren.“ Das spiegelt sich auch in der Bewertung der Geschäftsaussichten wider. Hier wurden für das Dachdeckerhandwerk die besten Zahlen seit Beginn der vierteljährlichen Messung 2007 ermittelt: Im Durchschnitt benoten über 80 % der Dachdecker 2021 die aktuelle Lage mit sehr gut oder gut.
 

Unter dem Motto „Wie wir die Zukunftsthemen in der Branche gemeinsam umsetzen“ folgten Berichte der Vizepräsidenten Mike Schilling, zuständig für Berufsbildung und Wirtschaft und Michael Zimmermann, der die Bereiche Fachtechnik und Digitalisierung verantwortet. Guido Vandervelt, ZVDH-Bereichsleiter Messen und Marketing, gab einen Überblick der umfangreichen Nachwuchs-Aktionen im Rahmen der Aktion DACH.

DACH+HOLZ International 2022

Viele der Dach-Konvent-Teilnehmer sind auch Aussteller der Messe DACH+HOLZ International, die am 15.-18. Februar 2022 in Köln stattfindet. Daher wurde der Beitrag von Robert Schuster, Projektleiter der veranstaltenden Messegesellschaft GHM, mit großer Spannung erwartet, ging es doch um die Bedingungen, unter denen die Messe stattfinden wird. Schuster erklärte vorab, dass 80 % der Flächen bereits gebucht seien. Weiter stellte er die aktuellen Hygieneanforderungen vor: So gebe es keine Maskenpflicht bei festem Sitz- oder Stehplatz, auch im Freien müsse keine Maske getragen werden. Medizinische Maske müsse nur in den Gängen und auf dem Weg zum Catering und Besprechungsbereichen getragen werden.

Die Gangbreiten sind auf mindestens auf 4,50 m erweitert, so dass es hier auch entspannt zugehen dürfte. Wenn am Info-Counter eine Plexiglasscheibe installierte werde, entfalle auch dort die Maskenpflicht. Vorführflächen an der Standgrenze seien ebenfalls erlaubt. Für den Gastrobereich gelte: keine Maskenpflicht bei festen Sitzplätzen und auch die freie Wahl des Cateres sei möglich, ebenso wie eine Bewirtung und die beliebten Stand-Partys unter Einhaltung der gängigen Hygienestandards. Eine ganz neues Ticketsystem und eine digitale Eingangskontrolle entbinde die Aussteller von einer Kontaktnachverfolgung am Stand. GHM-Geschäftsführer Klaus Plaschka verwies auf die erfolgreich stattgefunden IAA und sagte: „Es finden derzeit viele große Messen statt, auch in Köln. Die DACH+HOLZ ist auf jeden Fall dabei!“. Schuster ergänzt noch: „10.000 Besucher dürfen pro Tag nach derzeitiger Regelung aufs Messe-Gelände, damit sind wir auf der sicheren Seite.“ Es sind also alle Vorbereitungen getroffen, um für Austeller und Besucher eine sichere und erfolgreiche Messe durchzuführen.

-> Ein ausführlicher Bericht folgt im "Das Dachdecker-Handwerk DD/H" Ausgabe 14.2021

 

Seitenanfang